Historie

Wir laden Sie ein auf eine Zeitreise durch 200 Jahre Sparkassengeschichte

1821 - 1870

Die Sparkasse in Coburg wird am 29. Oktober 1821 gegründet, ihre Statuten werden in gedruckter Form am 13. November veröffentlicht. Am 1. Januar 1822 nimmt sie schließlich ihren Betrieb auf.

Das Geschäftsmodell von Sparkassen umfasst bereits seit dem frühen 19. Jahrhundert Sparen und die Vergabe von Krediten als sich ergänzende Geschäftsfelder.

Während der Hungerkrise des Jahres 1816 erlässt der bayerische König Maximilian I. die „Allgemeine Verordnung das Armenwesen betreffend".

Die Gründungen der Sparkassen in Coburg und in Lichtenfels in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erfolgen vor dem Hintergrund des allgemeinen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandels in Deutschland.

In Staffelstein bemühen sich die Bürgervertreter in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts um die Errichtung einer eigenen Sparkasse.

1871 - 1920

Bereits Mitte der 1830er Jahre werden in kurzer Abfolge sowohl eine private als auch eine städtische Sparkasse in Neustadt begründet.

In Deutschland existiert zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine Vielfalt von unterschiedlichen Währungssystemen und Zahlungsmitteln.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts zählt die Unterrichtung von Sparsamkeit zum allgemeinen Bildungskanon. Schülerinnen und Schüler sollen den sparsamen Umgang mit Gütern und Geld lernen.

Um das Kleinsparen – also das Sparen kleinster Geldbeträge – als finanzielle Vorsorge für die Arbeiterschaft interessanter zu gestalten, werden verschiedene Maßnahmen unternommen.

Ein Blick in die alten Geschäftsbücher der Sparkassen in Coburg und Lichtenfels gibt einen guten Eindruck über die Personen und Firmen, die Ende des 19. Jahrhunderts zu den Kunden der Sparkassen zählen.

Bemerkenswerterweise führt die Sparkasse in Coburg den Scheckverkehr und damit den bargeldlosen Zahlungsverkehr bereits 1904 ein, also vier Jahre vor der „Zuerkennung der allgemeinen, passiven Scheckfähigkeit an die Sparkassen“.

Bis heute ist das Sparbuch das Produkt der Sparkassen, das sicherlich jeder in Deutschland kennt. Tatsächlich gibt es bei den Sparkassen in Deutschland bis etwa 1900 zwei unterschiedliche Handhabungen, wenn es um die Quittierung von Spareinlagen geht – den Empfangsschein und das Sparbuch.

Als erste Reaktion auf den Kriegsausbruch heben viele Kunden in den ersten Tagen ihr Erspartes von den Banken ab. Dadurch geraten einige Sparkassen in Schwierigkeiten.

Im Freistaat Coburg leben 1919/1920 etwa 75.000 Menschen. Die politisch Verantwortlichen sind sich weitestgehend darüber einig, dass ein solcher Staat wirtschaftlich nicht überlebensfähig und zum Anschluss an einen größeren Nachbarstaat gezwungen ist.

Unter Soergels Leitung nimmt die Städtische Sparkasse Coburg eine einmalige Sonderstellung in der deutschen Sparkassenlandschaft der 1920er Jahre ein.

1921 - 1970

Das Recht der Städtische Sparkasse Coburg, auch außerhalb der Stadt geschäftlich tätig zu werden und Filialen zu betreiben, geht auf die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg zurück.

Um die Bedeutung der Sparsamkeit öffentlich wirksam zu bewerben, rufen im Oktober 1924 internationale Vertreter von Sparkassen und Sparkassenorganisationen den Weltspartag ins Leben.

In den USA führt der anhaltende wirtschaftliche Aufschwung nach dem Ersten Weltkrieg zu einem „Spekulationsfieber“ auf den Aktienmärkten.

Die Firmenbezeichnung ist die Visitenkarte eines jeden Unternehmens. Der Name „Sparkasse“ kann lange Zeit von verschiedenen Geldinstituten verwendet werden.

Im Coburger Stadtrat gelangen die Nationalsozialisten schon im Herbst 1930 an die Macht. Coburg ist die erste Stadt Deutschlands mit einer nationalsozialistischen Führung.

Als im Januar 2005 die Vereinigte Coburger Sparkassen (VCS) und die Kreissparkasse Lichtenfels zur Sparkasse Coburg - Lichtenfels fusionieren, bedeutet dies den vorläufigen Abschluss einer Konzentrationsentwicklung innerhalb des Sparkassenwesens in der Region.

Am 1. September 1939 überfällt Deutschland, in dem Adolf Hitler und die NSDAP seit Januar 1933 an der Macht sind, das benachbarte Polen: Der Zweite Weltkrieg beginnt.

Die Städtische Sparkasse Coburg erhält nach dem Umbau des Coburger Rathauses 1902 neue Geschäftsräume im Parterre des Gebäudes, die allerdings nicht lange für den gestiegenen Publikumsverkehr und die zunehmenden Beschäftigtenzahlen ausreichen.

Anfang des Jahres 1945 zeichnet sich die Niederlage Deutschlands im Zweiten Weltkrieg immer deutlicher ab. Im Osten beginnt die sowjetische Armee ihre breitangelegte Offensive gegen das „Dritte Reich“.

Nach Kriegsende spielt die alte Reichsmark kaum mehr eine Rolle. Sachwerte sind gefragt und der Schwarzmarkt blüht – auch in Coburg und Lichtenfels.

Über 40 Jahre ist das Coburger Land nach dem Zweiten Weltkrieg im Westen, Norden und Osten von der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) bzw. dann von der DDR umgeben.

Ab Ende der 1950er Jahre verändert sich die Arbeit der Sparkassen mit der flächendeckenden Einführung des modernen Girokontos sowie der Elektronischen Datenverarbeitung (EDV) grundlegend.

Im Jahr 1952 führen die Sparkassen in der Bundesrepublik ein Sparmodell ein, das sich heute noch großer Beliebtheit bei ihren Kundinnen und Kunden erfreut: das sogenannte Prämiensparen – eine Mischung aus Sparen und Lotterie

Nachdem auf Bundesebene entsprechende Vorarbeiten abgeschlossen sind, reformieren ab Mitte der 1950er Jahre die westdeutschen Bundesländer ihr jeweiliges Sparkassenrecht.

Ab den 1960er Jahren wandelt sich der Werbeauftritt der Sparkassen. 1962 hat der Werbeausschuss des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes über verschiedene Slogans beraten

Der Umgang mit großen Mengen Geld und anderen Wertgegenständen lässt es in den Sparkassen lange Zeit notwendig erscheinen, den besonders „gefährdeten“ Personenkreis zu bewaffnen.

1971 - 2021

Die Entwicklung des Sparkassen-Logos beginnt in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der Berliner Grafiker Karl Schulpig entwickelt im Auftrag des Sparkassen- und Giroverbandes aus den Buchstaben „DSGV“ einen stilisierten „Hermeskopf“.

Seit Anfang der 1970er Jahre expandiert die Kreissparkasse Lichtenfels kontinuierlich.

1974 erblicken die beiden Comic-Figuren Dodo und Didi das Licht der Welt und erleben seitdem mit ihren Freuden spannende Abenteuer.

Allfinanz bezeichnet grundsätzlich die Zusammenarbeit mehrerer Finanzunternehmen aus unterschiedlichen Bereichen, wie zum Beispiel Banken, Versicherungen oder Investmentgesellschaften beziehungsweise das Angebot umfassender Finanzdienstleistungen aus einer Hand.

1977 hält die Kreditkarte als Zahlungsmittel Einzug. Im Verbund mit MasterCard führen die bundesdeutschen Sparkassen im April die Eurocard als „Travel & Entertainment“-Produkt ein.

Bankgeschäfte von zu Hause aus erledigen, die nächste Reise buchen oder einen neuen Pullover im Onlineversandhandel bestellen – all das ist heute selbstverständlich. Anfang der 1980er Jahre ist es eine Sensation.

Auch im planwirtschaftlichen System der DDR spielt der Zahlungsverkehr eine wichtige Rolle.

In jungen Jahren hat man oft andere Dinge im Kopf als Kontoführung oder die aktuelle Wirtschaftslage.

Zu jeder Tageszeit Bargeld abheben können: Dank einem flächendeckenden Netz an Geldautomaten ist das heutzutage kein Problem mehr.

Coburg und Lichtenfels befinden sich – durch ihre Lage an der innerdeutschen Grenze – am wirtschaftlichen Randgebiet der Bundesrepublik.

Nach Einführung der Elektronischen Datenverarbeitung (EDV) Ende der 1960er/Anfang der 1970er und ersten Schritten im Online-Banking mit Bildschirmtext (Btx) in den 1980er Jahren erlebt die Digitalisierung nach der Jahrtausendwende eine rasante Entwicklung.

In den 1990er Jahren kommt es auf EU-Ebene zwischen privater Bankenwirtschaft auf der einen Seite und deutschen Sparkassen sowie Landesbanken auf der anderen zu Auseinandersetzungen.

Mitte der 1990er Jahre wächst beim Vorstand der Vereinigte Coburger Sparkassen (VCS) die Idee, eine Stiftung zu gründen, um unabhängig von der Ertragslage der Sparkasse über Geld für soziale Projekte und Spenden zu verfügen.

Mit dem Beginn des neuen Jahrtausends baut die Vereinigte Coburger Sparkassen (VCS) das Gebäude der Coburger Hauptstelle am Markt um.

Die Einführung des Euro als offizielles Zahlungsmittel ist ein bedeutender Schritt in Richtung vereintes Europa.

Zu Beginn des Jahres 2004 kommt es zu ersten Vorgesprächen zwischen der VCS und der KSK Lichtenfels.

Spätestens seit der Finanzkrise 2007/08 herrscht im Euro-Raum eine „Politik des billigen Geldes“, wie der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Coburg - Lichtenfels, Dr. Martin Faber, betont.

Ab 2008 müssen Banken in fast allen europäischen Ländern gerettet werden, was zu einer enormen Belastung für den Steuerzahler führt.

2007/08 erschüttert die weltweite Finanzkrise die Märkte. Auch die SCL spürt die Auswirkungen. Es zeigt sich, wie wichtig eine gute Beratung und gute Kundenbeziehungen sowohl für Kundinnen und Kunden als auch für die Sparkasse selbst sind, damit in schwierigen Zeiten keine Panik aufkommt.

Die Sparkasse Coburg - Lichtenfels setzt auf langfristigen Werterhalt anstatt auf kurzfristige Gewinnmaximierung.

Anfang des Jahres 2020 beherrschen zunehmend Berichte über ein neuartiges Virus aus China die Medien. Zunächst unterschätzt, zeigt sich bald, dass das sogenannte Coronavirus weitaus ernstzunehmender ist als zu Beginn angenommen.

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